Naturpark-Tor Marksuhl - Gerstungen
Die Naturpark-Tore ergänzen die Wanderinfrastruktur im Naturpark Thüringer Wald und sind über das gesamte Naturparkgebiet verteilt. Sie markieren die Einstiegsorte in die typischen Landschaften des Naturparks und bieten Wandernden einen klar erkennbaren Startpunkt für ihre Touren. Mit ihrem einheitlichen Erscheinungsbild – bestehend aus einer Naturpark-Infohütte, einem Holzportal und häufig einer Trockentoilette – sind sie an ausgewählten Wanderparkplätzen entlang der Naturpark-Route Thüringer Wald zu finden. Von hier aus starten die Naturpark-Wege, die als gut ausgeschilderte und gepflegte Rundwanderwege den Charakter des Thüringer Waldes erlebbar machen.
Naturpark-Wege
Die Naturpark-Wege laden dazu ein, den Naturpark Thüringer Wald auf abwechslungsreichen Wanderungen zu entdecken. Über das gesamte Naturparkgebiet verteilt, bieten sie passende Touren für Genießer, Familien und ambitionierte Wanderfreunde gleichermaßen. Die Wege führen durch beeindruckende Landschaften – über die Höhen des Thüringer Waldes, durch stille Täler und hinein in die reizvollen Vorländer des Thüringer Waldes und Thüringer Schiefergebirges. Unterwegs warten spannende Einblicke in die heimische Tier- und Pflanzenwelt, geologische Besonderheiten sowie in die Geschichte und Traditionen der Region. Auch altes Handwerk, historische Siedlungsformen und die enge Verbindung der Menschen zur Natur werden erlebbar. Startpunkte der Touren sind die Naturpark-Tore. Dank der gut sichtbaren Markierung (häufig mit der Arnika – der Symbolpflanze des Naturparks ) lassen sich die Wege leicht entdecken und sicher erkunden.
Naturpark-Weg "Herzog Johann Ernst"
Länge: 14,2 km
Wanderzeit: ca. 3:45 Stunden
Anstieg: 253 m
Der rund 14 Kilometer lange Naturpark-Weg „Herzog Johann Ernst“ verbindet beeindruckende Naturerlebnisse mit spannenden Einblicken in die Geschichte der Region. Entlang des Rundwanderwegs eröffnen sich immer wieder herrliche Ausblicke auf den Thüringer Wald und die Wartburg. Benannt ist der Weg nach Herzog Johann Ernst (1566-1638), einem für Marksuhl bedeutenden Landesherren. Er erbaute in Marksuhl das Jagdschloss und nutzte den Ort als Residenz. Nach dem Tod seines Bruders regierte er das Herzogtum Sachsen-Coburg-Eisenach und ist aufgrund fehlender Nachkommen der letzte Herzog des Herzogtums Sachsen-Coburg-Eisenach. Danach wird das Herzogtum aufgeteilt.
Die Wanderung beginnt am Naturpark-Tor am Böttgers Häuschen. Durch dichten Wald führt der Weg auf gut gepflegten Wegen bergauf zum Sallmannshäuser Rennsteig. Am Waldrand öffnet sich der Blick weit über die Landschaft bis nach Eisenach. Richtung Milmesberg befindet sich die Salzunger Botenfrau. Gemeint ist eine Buche, die an die Legende einer Salzungerin erinnert, die als Botin zwischen Bad Salzungen und der Wartburgstadt Eisenach unterwegs war. Die ursprüngliche alte Buche wurde durch einen Blitzschlag schwer beschädigt; heute erinnern ihre Reste und eine nachgepflanzte Buche an die alte „Botenfrau“.
Über eine offene Landschaft entlang der Felder geht es weiter zum Wartburgblick mit Sitzraufe. Von hier reicht der Blick über den Thüringer Wald bis zur Wartburg. Der Weg verläuft anschließend über den Kamm oberhalb von Eckardtshausen und Förtha, bevor er wieder in den Wald eintaucht. Schattig und stellenweise geheimnisvoll führt der Weg vorbei an mächtigen Douglasien bis zur Herrschaftsbrücke. Über eine Streuobstwiese geht es weiter zum Grünen Klassenzimmer, dem Schulwald der Parkschule Marksuhl.
Von hier aus lohnt sich ein Abstecher nach Marksuhl: Das historische Renaissanceschloss erinnert an die Zeit Herzog Johann Ernsts und seine Residenz in Marksuhl. Zurück auf dem Rundweg führt die Strecke durch das malerische Bingertal vorbei an stillen, einsamen Teichen wieder hinauf zum Sallmannshäuser Rennsteig. Von dort geht es durch den Wald zurück zum Naturpark-Tor am Böttgers Häuschen.
Interessante Orte (POI)


Brandenburg, Gerstungen (Lauchröden)
Die Brandenburg bei Lauchröden gehört zu den größten Doppelburganlagen Mitteldeutschlands. Die Hauptbauzeit der markanten Burg fällt in das 13. bis 15. Jahrhundert. Heute sind von dieser zwar nur noch Ruinen erhalten, im Museum bekommen Besucher jedoch noch Einblick in das Schaffen des Waffenschmiedes der Brandenburg und Informationen zur Burggeschichte. Ein Rundgang im Außenbereich vermittelt zudem Eindrücke zur Baugeschichte und zum Wandel im Wehrbau und der Wehrtechnik. Von den mächtigen Mauern eröffnet sich auf einer Aussichtsplattform den Besuchern ein herrlicher Ausblick hinab ins Tal der Werra und hinauf zu den Höhen des Rennsteigs.
Das Museum ist von Anfang April bis Ende September jeweils sonntags von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.
Weitere Informationen unter:
www.thueringerschloesser.de
Werratalmuseum im Schloss, Gerstungen
Das Werratalmuseum ist 1932 in den Räumen des alten Amtsschlosses entstanden. Der Lehrer Arno Volland hatte es sich zur Aufgabe gemacht, für seine Schüler Anschauungsmaterial zu sammeln. Er erforschte nicht nur die Ur- und Frühgeschichte, sondern sammelte auch bäuerliche Alltagsgegenstände. Heute lässt das Museum die Besucher in die Geschichte der Region eintauchen. Neben dem Lehnsbrief für die Brandenburg aus dem 18. Jahrhundert, unterzeichnet von Anna Amalia, wird unter anderem auch die neuere Geschichte umfangreich beleuchtet, wie zum Beispiel der Grenzbahnhof. Auf zwei Etagen veranschaulicht die Dauerausstellung regionale geschichtliche Themen genauso lebendig wie das Alltagsleben der früheren Bewohner.
Weitere Informationen unter:
www.werratalmuseum.de


Großer Inselsberg, Brotterode-Trusetal, Bad Tabarz
Mit seinen 916 m ü. NHN ist der Große Inselsberg die höchste Erhebung des nordwestlichen Thüringer Waldes. Sein stark herausragender Gipfel ist als ehemaliger Vulkan entstanden und ist heute ein besonderes Markenzeichen des ganzen Gebirges. Weithin sichtbar und zentral in Mitteldeutschland gelegen, ist er wegen seiner einmaligen Fernsicht ein besonderer Anziehungspunkt für Besucher aus nah und fern. Der Aussichtsturm bietet neben der 360° Panoramasicht als Naturpark- Informationszentrum eine kleine Erlebnis-Ausstellung zum Naturpark Thüringer Wald und zum UNESCO Global Geopark Thüringen Inselsberg - Drei Gleichen. Der Rennsteig verläuft unmittelbar über den Gipfel und war früher Landesgrenze. Auf dem Gipfelplateau befinden sich neben dem Aussichtsturm auch ein Gasthaus, sowie Sendeanlagen der Deutschen Telekom und anderer Dienste.
Weitere Informationen unter:
www.bad-tabarz.de
mini-a-thür, Ruhla
Mehr als 120 detailgetreue Modelle von Thüringer Sehenswürdigkeiten auf 18.000 m² versetzen die Besucher des Miniaturen- und Freizeitparks „mini-a-thür“ ins Staunen. Liebevoll gestaltete Alltagsszenen lassen diese Modellwelt real erscheinen und machen neugierig darauf, das Land Thüringen selbst einmal zu entdecken. Das „mini-a-thür“ möchte auf kurzen Wegen die Vielfalt der Kultur und Geschichte Thüringens vermitteln. Darüber hinaus warten ferngesteuerten Boote, ein Autoscooter, ein Kinderkarussell, ein Streichelzoo und ein großzügiger Spielplatz mit Kaffeeterrasse auf Junge und Junggebliebene. Direkt nebenan befindet sich die steilste Sommerrodelbahn Deutschlands. Sicher bergauf gezogen, bestimmen die Fahrgäste selbst, wie schnell es auf der Gesamtlänge von 1.000 m den Ringberg hinunter gehen soll.
Weitere Informationen unter:
www.mini-a-thuer.de






