Naturpark-Tor Schleifkotengrund - Steinbach - Bad Liebenstein
Die Naturpark-Tore ergänzen die Wanderinfrastruktur im Naturpark Thüringer Wald und sind über das gesamte Naturparkgebiet verteilt. Sie markieren die Einstiegsorte in die typischen Landschaften des Naturparks und bieten Wandernden einen klar erkennbaren Startpunkt für ihre Touren. Mit ihrem einheitlichen Erscheinungsbild – bestehend aus einer Naturpark-Infohütte, einem Holzportal und häufig einer Trockentoilette – sind sie an ausgewählten Wanderparkplätzen entlang der Naturpark-Route Thüringer Wald zu finden. Von hier aus starten die Naturpark-Wege, die als gut ausgeschilderte und gepflegte Rundwanderwege den Charakter des Thüringer Waldes erlebbar machen.
Anreise
Öffentliche Verkehrsmittel
Mit Bahn und Bus erreichbar
Sie erreichen Bad Liebenstein mit der Deutschen Bahn. Der nächste ICE-Bahnhof befindet sich im ca. 30 Kilometer entfernten Eisenach. Von hier fährt die Buslinie 195_190 direkt nach Bad Liebenstein Bushaltestelle Bahnhof.
Ein Regionalbahnhof befindet sich im ca. 11 Kilometer entfernten Bad Salzungen. Von hier fahren die Buslinien 140 & 196_190 direkt nach Bad Liebenstein Bushaltestelle Bahnhof.
Von hier aus erreichen Sie den Start der Tour in Steinbach mit den Buslinien 140 & 196_190 und der Stadtlinie Bad Liebenstein.
Anfahrt
Aus Deutschland Nord, Nordwest: Auf den entsprechenden Autobahnen auf die A4 Eisenach Richtung Erfurt, dann die Abfahrt Friedewald/Bad Salzungen nehmen und der B62 sowie der Beschilderung nach Bad Liebenstein folgen.
Aus Deutschland Ost, Südost: Auf den entsprechenden Autobahnen auf die A4 Erfurt Richtung Eisenach, dann die Abfahrt Waltershausen nehmen und der Beschilderung nach Bad Liebenstein folgen.
Aus Deutschland Süd, Südwest: Auf den entsprechenden Autobahnen nach Würzburg, weiter auf der neuen A71 Richtung Erfurt, dann die Abfahrt Meiningen-Nord/Bad Salzungen nehmen und der B19 sowie der Beschilderung nach Bad Liebenstein folgen.
Von Bad Liebenstein aus sind es noch ca. 3 km bis zum Start der Tour in Steinbach.
Parken
Nutzen Sie den Parkplatz am Wendeplatz Steinbach (Google NAV Punkt). Weitere Informationen zu Parkmöglichkeiten in Bad Liebenstein finden Sie hier.
Koordinaten
| DD | 50.839870, 10.379354 |
| GMS | 50°50'23.5"N 10°22'45.7"E |
| UTM | 32U 597119 5632924 |
| w3w | ///zeltplane.aufnahme.gewollt |
Naturpark-Wege
Die Naturpark-Wege laden dazu ein, den Naturpark Thüringer Wald auf abwechslungsreichen Wanderungen zu entdecken. Über das gesamte Naturparkgebiet verteilt, bieten sie passende Touren für Genießer, Familien und ambitionierte Wanderfreunde gleichermaßen. Die Wege führen durch beeindruckende Landschaften – über die Höhen des Thüringer Waldes, durch stille Täler und hinein in die reizvollen Vorländer des Thüringer Waldes und Thüringer Schiefergebirges. Unterwegs warten spannende Einblicke in die heimische Tier- und Pflanzenwelt, geologische Besonderheiten sowie in die Geschichte und Traditionen der Region. Auch altes Handwerk, historische Siedlungsformen und die enge Verbindung der Menschen zur Natur werden erlebbar. Startpunkte der Touren sind die Naturpark-Tore. Dank der gut sichtbaren Markierung (häufig mit der Arnika – der Symbolpflanze des Naturparks ) lassen sich die Wege leicht entdecken und sicher erkunden.
Naturpark-Weg Rundwanderweg Messer- & Pfeifenweg - Bad Liebenstein - Ruhla
Länge: 23,5 km
Wanderzeit: ca. 6:35 Stunden
Anstieg: 543 m
Die sehr anspruchsvolle Tour führt entlang idyllischer Bachtäler, quert zweimal den Rennsteig und verbindet die handwerklichen Traditionen von Ruhla, Steinbach und Schweina – das Herstellen von Messern und Tabakpfeifen. In Ruhla wurden die Messerrohlinge geschmiedet und auf dem Messerweg zum Anschleifen der Klingen und Anbringen der Griffe nach Steinbach getragen. Das Pfeifenmacherhandwerk war prägend für Schweina. Die Beschläge und die kunstvoll geschnitzten Pfeifenköpfe aus Meerschaum kamen ebenfalls per pedes auf dem Pfeifenweg aus Ruhla. Vom Naturpark-Tor Ruhla im ehemaligen Bergbaugebiet der Alten Ruhl steigt der Naturpark-Weg durch das Beerwindental auf dem Messerweg zum Rennsteig. Von der Passhöhe am Glasbach mit der Schillerbuche geht es nach Süden in Richtung Steinbach über den Mühlbergskopf hinunter in den beschaulichen Schleifkotengrund mit den Resten der wassergetriebenen Messerschleifmühlen. Seit den 1930er Jahren steht hier eine Sprungschanze, damals eine der ersten im Thüringer Wald. Direkt daneben steht das Naturpark-Tor Steinbach. Weiter gehts durch den Ort vorbei an Messerhaus, Heimatmuseum und Messerstübchen. Am Südrand des Altensteiner Parks trifft der Weg auf die Altensteiner Höhle, die früher beim Bau der Straße entdeckt wurde. Schloss und Park Altenstein, einst Sommerresidenz des Meininger Theaterherzogs, sind heute als Juwelen der Landschaftsarchitektur eine extra Reise wert. Vorbei an Schloss Glücksbrunn, einer einstigen Industriellenvilla, erreicht man in Schweina die alte Tabakpfeifenfabrik. Gemächlich durch den Schweinaer Grund geht’s auf dem Pfeifenweg Richtung Norden steil bergan zur großen Meilerstätte am Rennsteig. An der Bergwiese am Schlauchental wendet sich der Weg durch das malerische Dornsental der Bergstadt Ruhla zu. Eine Stippvisite im Tabakpfeifenmuseum lässt die Geschichte des Messer- und Pfeifenhandwerks lebendig werden. Entlang des Dornsenbergs und vorbei am Bergschwimmbad erreicht der Naturpark-Weg an der imposanten Schanzenanlage in der Alten Ruhl wieder seinen Ausgangspunkt am Naturpark-Tor Ruhla. Diese recht anspruchsvolle Runde kann über den Rennsteig in zwei kleinere Wanderrunden auf Ruhlaer bzw. Steinbacher Seite unterteilt werden. Das Wandergebiet liegt zugleich im UNESCO Geopark Inselsberg-Drei Gleichen. Die Geo-Routen führen zu den geologischen Sehenswürdigkeiten.
Interessante Orte (POI)

Schloss und Park Altenstein, Bad Liebenstein
In Thüringens traditionsreichstem Heilbad Bad Liebenstein befindet sich der 160 Hektar große Landschaftspark Altenstein, dessen Zentrum das Schloss Altenstein mit dem kunstvollen Teppichbeet bildet. Erbaut im Stil der Neorenaissance, diente das Schloss einst den Herzögen von Sachsen-Meiningen als Sommerresidenz. Der malerische Landschaftspark wurde auf einem uralten Zechsteinriff errichtet und überrascht mit zahlreichen Parkarchitekturen wie dem Chinesischen Häuschen, der Ritterkapelle oder dem Luisenthaler Wasserfall. Neben den Sichtachsen im Park bieten sich zahlreiche Aussichtspunkte ins Werratal. An der Gestaltung des Parks war kein geringerer als Fürst Hermann von Pückler-Muskau beteiligt. Seit 2017 beherbergt das Schloss eine Gedenkstätte für Johannes Brahms, der mehrmals dort zu Besuch war.
Informationen und Tickets für Führungen in der Parkanlage sowie im Schloss erhalten Besucher im Besucherzentrum Altenstein, in der Tourist-Information Bad Liebenstein sowie online unter
www.bad-liebenstein.de

Historisches Kurviertel, Bad Liebenstein
Seit dem 16. Jahrhundert wird das kohlensäurehaltige Heilwasser Bad Liebensteins für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Magen-Darm-Beschwerden genutzt. Um den Brunnentempel herum, der diese Quelle fasst und zugänglich macht, wurde Anfang des 19. Jahrhunderts ein prachtvolles Kurviertel in klassizistischer Bauweise errichtet. Majestätische Bauwerke wie das Palais Weimar mit dem Kuppelsaal, das Comödienhaus, das Hotel Kaiserhof, die Wandelhalle mit ihrem Heilwasserbrunnen oder die Villa Feodora zeugen bis heute von der einstigen Pracht des ernestinischen Fürstenbades.
Ein Ort der Entspannung ist die Kneipp-Anlage vor der beeindruckenden Kulisse des Erdfalls: Auf einem etwa 600 m langen Barfußweg ertasten Wanderer mit ihren Füßen den Waldboden und vom sogenannten Hellen Blick aus genießen sie die einzigartige Aussicht über Bad Liebenstein und das Werratal. An der neuen Kneippanlage am Heilwasser-Kneipp-Park starten viele der gesundheitsbezogenen Angebote wie der Achtsame Weg.
Informationen und Tickets für Stadtführungen und weitere Angebote erhalten Besucher über die Tourist-Information Bad Liebenstein sowie online unter
www.bad-liebenstein.de

Gradierwerk, Bad Salzungen
Umgangssprachlich beschreibt „GRADIEREN“ das Einatmen salzhaltiger Luft in Gradierwerken. Ursprünglich stammt der Begriff aus der Zeit der Salz-Produktion. Natur-Sole wurde wiederholt über die Reisig-Wände der Gradierwerke geleitet. Wind und Sonne ließen zunehmend Wasseranteile verdunsten. Hierdurch erhöhte sich der Salzgehalt. Der „GRAD“ der Sole nahm zu.
In Bad Salzungen gab es 24 Gradierwerke, von denen einige 400 m lang waren. Durch die Erkenntnis, dass sich das Inhalieren des Sole-Nebels gesundheitsfördernd auswirkt, blieb eine Gradierwand zu Kur-Zwecken erhalten. Mit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts entstand ein einmaliges Kur-Ensemble. Die alte Wand wurde durch einen Fachwerk-Mittelbau mit einer neuen verbunden. Zudem wurden eine Trinkhalle und ein Musik-Pavillon erbaut. Noch immer zieht der wunderschöne Gradiergarten zahlreiche Gäste an. Auch dank seiner einmaligen Inhalationsvielfalt ist Bad Salzungen bis heute wichtiger Atemwegskurort bei chronischen Atemwegsbeschwerden.
Weitere Informationen unter:
www.gradierwerk-badsalzungen.de
www.pneumokur.de

Schloss und Park Wilhelmsthal, Gerstungen
Acht Kilometer südlich von Eisenach liegen Schloss und Park Wilhelmsthal im Tal der Elte. Der Bach Elte wurde bereits Anfang des 18. Jahrhunderts zu einem See angestaut, der noch heute zentraler Bestandteil der Gartenanlage ist. Der heutige Landschaftspark aus dem späten 18. Jahrhundert wurde letztmalig nach Plänen von Fürst Hermann von Pückler-Muskau und Hermann Jäger umgestaltet und wird derzeit nach diesen Plänen umfassend wiederhergestellt.
Die ursprünglich barocke Schlossanlage wurde vor über 300 Jahren als Sommerresidenz für die Höfe von Eisenach und Weimar errichtet, im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut und ist derzeit nur von außen frei zugänglich. Die gesamte Anlage befindet sich in der Sicherung und schrittweisen Sanierung.
Weitere Informationen unter:
www.schloss-wilhelmsthal.de






