Naturpark-Tor Buchborn - Floh-Seligenthal
Die Naturpark-Tore ergänzen die Wanderinfrastruktur im Naturpark Thüringer Wald und sind über das gesamte Naturparkgebiet verteilt. Sie markieren die Einstiegsorte in die typischen Landschaften des Naturparks und bieten Wandernden einen klar erkennbaren Startpunkt für ihre Touren. Mit ihrem einheitlichen Erscheinungsbild – bestehend aus einer Naturpark-Infohütte, einem Holzportal und häufig einer Trockentoilette – sind sie an ausgewählten Wanderparkplätzen entlang der Naturpark-Route Thüringer Wald zu finden. Von hier aus starten die Naturpark-Wege, die als gut ausgeschilderte und gepflegte Rundwanderwege den Charakter des Thüringer Waldes erlebbar machen.
Anreise
Öffentliche Verkehrsmittel
Floh - Seligenthal ereichen Sie mit Bus und Bahn.
Für eine detaillierte Reiseuskunft nutzen Sie bitte das Reiseportal der Deutschen Bahn
mit dem Bus aus Richtung Schmalkalden (MBB Linie 446, RVG Linie 851)
mit dem Bus aus Richtung Tambach-Dietharz (RVG Linie 851)
Bahnstation mit Anschluss Busbahnhof in Schmalkalden (Startpunkt anschließend mit dem Bus in 15 Minuten erreichbar)
--> ab Bushaltestelle "Brücke" ca. 30 Minuten zu Fuss zum Startpunkt der Tour
Anfahrt
Die Anfahrt erfolgt über den Ortsteil Floh. Sie biegen an der Gemeindeverwaltung (Bahnhofstraße) ab in die Höhnbergstraße und folgen dieser bis zum Parkplatz.
Parken
Sie können Ihr Fahrzeug kostenlos am Parkplatz "Am Buchborn" abstellen. Alternativ können Sie auch den Parkplatz an der Ebertswiese und Ihre Tour dort starten und enden lassen.
Koordinaten
| DD | 50.771735, 10.508616 |
| GMS | 50°46'18.2"N 10°30'31.0"E |
| UTM | 32U 606375 5625526 |
| w3w | ///aufführungen.zeilen.frisiere |
Naturpark-Wege
Die Naturpark-Wege laden dazu ein, den Naturpark Thüringer Wald auf abwechslungsreichen Wanderungen zu entdecken. Über das gesamte Naturparkgebiet verteilt, bieten sie passende Touren für Genießer, Familien und ambitionierte Wanderfreunde gleichermaßen. Die Wege führen durch beeindruckende Landschaften – über die Höhen des Thüringer Waldes, durch stille Täler und hinein in die reizvollen Vorländer des Thüringer Waldes und Thüringer Schiefergebirges. Unterwegs warten spannende Einblicke in die heimische Tier- und Pflanzenwelt, geologische Besonderheiten sowie in die Geschichte und Traditionen der Region. Auch altes Handwerk, historische Siedlungsformen und die enge Verbindung der Menschen zur Natur werden erlebbar. Startpunkte der Touren sind die Naturpark-Tore. Dank der gut sichtbaren Markierung (häufig mit der Arnika – der Symbolpflanze des Naturparks ) lassen sich die Wege leicht entdecken und sicher erkunden.
Naturpark-Weg Höhnberg-Runde - Floh-Seligenthal
Länge: 14,3 km
Wanderzeit: ca. 3:00 Stunden
Anstieg: 286 m
Der Naturpark-Weg führt als mittelschwere Rundtour zu weithin bekannten Highlights des Mittleren Thüringer Waldes. Er verläuft auf historischen Spuren durch Fichten- und Mischwälder bis zum Gebirgskamm, folgt dort ein Stück weit dem Rennsteig und durchstreift frischgrüne Bergwiesen und saftige Bergtäler.
Bereits der Wanderstart am Naturpark-Tor Buchborn fasziniert mit einer wunderschönen Aussicht. Weiter bergan lockt der malerische Bergsee nahe der Ebertswiese. Sein Ruf als Naturidylle in Rennsteignähe ist legendär. Die
30 m hohen Felskulissen des ehemaligen Steinbruchs und das kalte, klare Wasser sind unverkennbar.
Die Ebertswiese ist als Quellgebiet der Spitter Kernstück des Naturschutzgebietes 75 Spittergrund. Das Gewässer überquert als einziges im mittleren Teil den Rennsteig und rauscht nur wenige hundert Meter neben dem Naturpark-Weg als Spitterfall, Thüringens höchster natürlicher Wasserfall, 19 m tief in den Spittergrund. Ein Abstecher lohnt auf jeden Fall.
Auf dem Weg über die Ebertswiese heißt es Augen offenhalten. Auf der naturgeschützten Bergwiese wachsen im Sommer viele seltene Pflanzen wie auch die dottergelbe Arnika, die Symbolpflanze des Naturparks.
Gemächlich geht es weiter auf dem Rennsteig zum Gebirgspass am Possenröder Kreuz. Hier querte einst die Hohe Straße, eine mittelalterliche Handelsroute, auf ihrem Weg von Erfurt über Friedrichroda nach Schmalkalden bis Frankfurt am Main das Gebirge. Das Possenröder Kreuz lässt bis heute Raum für Spekulationen - ist es ein Sühnekreuz für einen Totschlag oder ein Hoheitszeichen für eine Grenze?
Der Naturpark-Weg folgt dem Pilgerweg Via Romea bergab entlang der naturgeschützten Hirschbalzwiese durch den Frauengraben und steigt allmählich über den Kleinen Weißenberg zum Jobststein an. Der kunstvoll gefertigte Stein erinnert an den plötzlichen Tod des Bürgermeisters von Seligenthal mitten im Wald im Jahr 1836.
Auf der Haderholzstraße führt der Naturpark-Weg zunächst bergab über das Tambacher Feld zum Mittelberg und steigt dann entlang der Flanken der Höhnberge wieder auf zum Naturpark-Tor am Buchborn.
Übrigens sind die drei Berge auch die Namensgeber für die umliegende Region. Das „Doleritgebiet der Höhnberge“ ist ein eigenständiger Naturraum im Naturpark Thüringer Wald. Dolerit oder Diabas ist ein sehr hartes, magmatisches Gestein. Es wird im Straßenbau verwendet und kommt im Thüringer Wald nur hier vor. Deshalb gibt es in der Nähe viele aktive und inaktive Steinbrüche.
Weitere Wanderwege
Interessante Orte (POI)

Metallhandwerksmuseum, Steinbach-Hallenberg
Tauchen Sie ein in jahrhunderte alte Traditionen von Eisen verarbeitung und Lebensart der Menschen im Haseltal! Neben Besonderheiten wie der letzten vollständig erhaltenen Korkenzieherwerkstatt wartet eine einzigartige Ausstellung auf Sie mit spannenden und unterhaltsamen Einblicken in die Lebensweise, die Sprachentwicklung und das Vereinsleben der Menschen. Der außergewöhnliche Dialekt ist dabei das verbindende Element.
In den Werkstätten des Museums erleben Sie jeden Mittwoch (April bis Oktober) Handwerk hautnah, in dem Sie einem Schmied über die Schulter schauen. Der wunderschöne Bauerngarten, der alle Museumsteile miteinander verbindet, lädt mit seiner bunten Blumenvielfalt und den frischen Heilkräutern zum Verweilen ein. Kunstvoll gestaltete Schmiedeelemente lassen sich in der gesamten Gartenanlage bestaunen. Das jährlich stattfi ndende Schmiedefest am 2. Sonntag im September ist ein besonderer Höhepunkt.
Weitere Informationen unter:
www.metallhandwerksmuseum.de

Besucherbergwerk „Finstertal“, Schmalkalden
In der einzigen erhaltenen Eisen- und Manganerzgrube im Südthüringer Raum aus der Zeit um 1900 werden interessante Details aus der Geschichte der Eisengewinnung im Schmalkalder Raum gezeigt. Eine Führung durch das rund 350 Meter erschlossene Grubengebäude erlaubt den Blick auf geologische Aufbrüche, Arbeitsgeräte der Bergleute, einmalig fluoreszierende Mineralien und den „Daumenabdruck des Schöpfers“. Und auch über Tage kann man in einer modernen Dauerausstellung in das Leben der Bergleute in früheren Zeiten eintauchen.
Akustische Akzente runden das Erlebnis für fast alle Sinne ab. 350 Meter des Grubengebäudes sind sogar barrierefrei zugänglich.
Die Bergbautradition wird um die Weihnachtszeit mit Mettenschichten weiterhin liebevoll gepflegt.
Weitere Informationen unter:
www.museumwilhelmsburg.de

Hochofenmuseum „Neue Hütte“, Schmalkalden
Das Gebiet um Schmalkalden ist eines der ältesten Zentren der Eisen- und Stahlwarenproduktion in Deutschland. Bereits seit dem Mittelalter wird hier produziert.
Die „Neue Hütte“ ist eine Hochofenanlage von 1835, in der Eisenerze auf Holzkohlebasis zu Roheisen erschmolzen wurden. Die Neue Hütte, ein imposanter spätklassizistischer Fachwerkbau, ist eine der letzten Zeugnisse dieser Technologie in Mitteleuropa. Im Rundgang über das Hüttengelände kann man anschaulich die Verhüttung und vorindustrielle Eisengewinnung des 19. Jhs. nachvollziehen. Ergänzt wird die Ausstellung durch maßstabsgetreue Modelle, typischer, hier hergestellter Metallwaren und verschiedener Werkzeugmaschinen sowie Schauvorführungen. Ebenso interessant ist die Besichtigung der Wasserkunst zum Gebläseantrieb und der Stromversorgung.
Weitere Informationen unter:
www.hochofenmuseum.de

Schloss Wilhelmsburg, Schmalkalden
Über dem mittelalterlichen Stadtkern von Schmalkalden thront Schloss Wilhelmsburg. Das zwischen 1585 und 1590 als Nebenresidenz der hessischen Landgrafen erbaute Schloss gilt aufgrund seiner originalen Raumstruktur im Inneren, wegen seiner prächtigen Wandmalereien und Stuckaturen, sowie seiner nahezu vollständig erhaltenen Außenanlage als ein einzigartiges Juwel unter den Renaissance-Schlössern Deutschlands. In einer vollkommen anders aufgearbeiteten und unterhaltsamen Ausstellung kann sich der Besucher über Aspekte der Reformation informieren. Denn in der schönsten Fachwerkstadt Südthüringens wurde mit der Gründung des Schmalkaldischen Bundes, der die Kirchenspaltung in Europa auslöste, im 16. Jhd. Geschichte geschrieben.
Weitere Informationen unter:
www.museumwilhelmsburg.de






