Spurlos verschwundene Luchsin wieder aufgetaucht
Im Naturpark Thüringer Wald gibt es erfreuliche Neuigkeiten aus dem Projekt zur Wiederansiedlung des Luchses in Thüringen: Die im Oktober vergangenen Jahres im Raum Ilmenau nachgewiesene Luchsin konnte inzwischen eindeutig identifiziert werden. Es handelt sich um „Vreni“, eine junge Luchsin, die im August 2024 im Rahmen des Projekts ausgewildert wurde.
Nachdem der Sender ihres Halsbandes ausgefallen war, fehlte über ein Jahr lang jede Spur von ihr. Umso größer ist nun die Freude darüber, dass Vreni im Thüringer Wald wieder nachgewiesen werden konnte. Mithilfe mehrerer Fotofallenaufnahmen und anhand ihres individuellen Fellmusters ließ sich eindeutig bestätigen, dass sie sich weiterhin in der Region aufhält, berichtet Markus Port vom BUND Thüringen.
Besonders bemerkenswert: Auf aktuellen Aufnahmen aus dem März ist Vreni gemeinsam mit mindestens einem Jungtier zu sehen. Das Jungtier wurde vermutlich bereits im Frühjahr 2025 geboren und ist inzwischen fast ausgewachsen. Damit hat sich die erst zweijährige Luchsin bereits im ersten Jahr nach ihrer Auswilderung erfolgreich fortgepflanzt – ein bedeutender Erfolg für das Projekt „Luchs Thüringen“ und ein wichtiges Signal für die Entwicklung einer stabilen Luchspopulation im Thüringer Wald.
Vreni stammt ursprünglich aus dem Wildnispark Zürich und wurde vor ihrer Auswilderung mehrere Monate im Koordinationsgehege im Wildkatzendorf Hütscheroda betreut. Nach Angaben des Projektträgers ist sie damit die erste in menschlicher Obhut geborene Luchsin seit dem Wiederansiedlungsprojekt im Harz, die in Deutschland im Freiland Nachwuchs zur Welt gebracht hat.
Der Naturpark Thüringer Wald begleitet das Projekt als Partner mit großer Aufmerksamkeit und begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich. Die aktuellen Nachweise zeigen, dass der Thüringer Wald geeignete Lebensräume für den Luchs bietet und die gemeinsamen Bemühungen von Naturschutz, Forst, Jagd und regionalen Akteuren Wirkung zeigen.
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