Naturpark-Tor - Weißer Weg - Ohrdruf
Die Naturpark-Tore ergänzen die Wanderinfrastruktur im Naturpark Thüringer Wald und sind über das gesamte Naturparkgebiet verteilt. Sie markieren die Einstiegsorte in die typischen Landschaften des Naturparks und bieten Wandernden einen klar erkennbaren Startpunkt für ihre Touren. Mit ihrem einheitlichen Erscheinungsbild – bestehend aus einer Naturpark-Infohütte, einem Holzportal und häufig einer Trockentoilette – sind sie an ausgewählten Wanderparkplätzen entlang der Naturpark-Route Thüringer Wald zu finden. Von hier aus starten die Naturpark-Wege, die als gut ausgeschilderte und gepflegte Rundwanderwege den Charakter des Thüringer Waldes erlebbar machen.
Anreise
Öffentliche Verkehrsmittel
Ohrdruf erreichen Sie mit der Buslinie 860 bis Haltestelle Suhler Straße oder Tobiashammer, weiterhin haben Sie Anschluss zur Bahn in Gotha
Anfahrt
B88 und B247 bis Aral Tankstelle, Blockhaus
B247 bis Tobiashammer
A4 Abfahrt Gotha, B247 Richtung Ohrdruf
A71 Abfahrt Gräfenroda, B88 Richtung Ohrdruf
Parken
Kostenloser Parkplatz am Blockhaus mit Ladestation
Kostenloser Parkplatz am Tobiashammer
Koordinaten
| DD | 50.814595, 10.730056 |
| GMS | 50°48'52.5"N 10°43'48.2"E |
| UTM | 32U 621876 5630633 |
| w3w | ///siebe.zähler.stieg |
Naturpark-Wege
Die Naturpark-Wege laden dazu ein, den Naturpark Thüringer Wald auf abwechslungsreichen Wanderungen zu entdecken. Über das gesamte Naturparkgebiet verteilt, bieten sie passende Touren für Genießer, Familien und ambitionierte Wanderfreunde gleichermaßen. Die Wege führen durch beeindruckende Landschaften – über die Höhen des Thüringer Waldes, durch stille Täler und hinein in die reizvollen Vorländer des Thüringer Waldes und Thüringer Schiefergebirges. Unterwegs warten spannende Einblicke in die heimische Tier- und Pflanzenwelt, geologische Besonderheiten sowie in die Geschichte und Traditionen der Region. Auch altes Handwerk, historische Siedlungsformen und die enge Verbindung der Menschen zur Natur werden erlebbar. Startpunkte der Touren sind die Naturpark-Tore. Dank der gut sichtbaren Markierung (häufig mit der Arnika – der Symbolpflanze des Naturparks ) lassen sich die Wege leicht entdecken und sicher erkunden.
Naturpark-Weg - Walter Schütz - Ohrdruf
Länge: 12 km
Wanderzeit: ca. 3:30 Stunden
Anstieg: 284 m
Diese abwechslungsreiche, rund 12 Kilometer lange Tour macht den markanten Anstieg des Thüringer Waldes auf eindrucksvolle Weise erlebbar. Insbesondere der Weg hinauf zur Gothaer Vereinshütte verlangt eine gute Portion Kondition, wird dafür aber mit herrlichen Ausblicken und spannenden Einblicken in den Wandel des Waldes belohnt.
Der Naturpark-Weg Walter Schütz startet am Naturpark-Tor Ohrdruf. Von dort führt er zunächst über den Weißen Weg und eine alte Brandschneise. Von hier beginnt der steinige und steile Aufstieg entlang des Osthangs – ein anspruchsvoller, aber lohnender Abschnitt, der direkt zur Gothaer Vereinshütte führt.
Oben angekommen, bietet sich ein eindrucksvolles Panorama: Die Spuren von Borkenkäfer, Trockenheit und Stürmen sind unübersehbar – doch ebenso deutlich zeigt sich, wie sich der Wald durch gezielte Anpflanzungen bereits wandelt: widerstandsfähiger, vielfältiger und nachhaltig nutzbar.
Anschließend führt die Route weiter über den Steinigen Berg und den markanten Lindenstein bis zum Gasthaus Scherershütte – eine gute Gelegenheit für eine Rast. Danach führt der Weg hinein in das Ungeheure Tal, bevor ein kurzer, aber kraftvoller Anstieg hinauf zum Knöpfelsberg ansteht. An der Schönen Aussicht macht der Name dem Ort alle Ehre – hier lohnt ein Moment des Verweilens.
Über die Stabsbüsche und den Rasenteich führt der Weg zurück zum Naturpark-Tor Ohrdruf.
Interessante Orte (POI)
Schloss Ehrenstein, Ohrdruf
Schloss Ehrenstein, eines der schönsten Renaissanceschlösser Mitteldeutschlands, fiel 2013 einem verheerenden Brand zum Opfer. Nach mehr als achtjähriger Bauzeit erstrahlen die historischen Räume im 4-flügeligen Renaissance-Bau wieder in neuem Glanz. Die hier von dem angelsächsische Missionar ¬Bonifatius gegründete Kirche und das Kloster führten zur Ersterwähnung Ohrdrufs in 724 n. Chr. Neben dem Museum mit seinen vielen interessanten Ausstellungen und dem Kubus Magicus erleben Sie hier die effektvoll in Szene gesetzte Geschichte Ohrdrufs digital und in einer 360° rundum verspiegelten Raum-im-Raum-In-stallation. Das Schloss beheimatet außerdem die Tourist- und Naturparkinformation sowie ein GeoInfozentrum des UNESCO Global Geoparks Thüringen Inselsberg-Drei Gleichen und die neugestaltete Stadtbibliothek mit einem vielfältigen Medienangebot.
Weitere Informationen unter:
www.ohrdruf.de
St. Michaeliskirche, Ohrdruf
Die Kirche, an der über 100 Jahre lang Mitglieder der großen Ohrdrufer Bachfamilie die Organistenstelle inne hatten, wurde 1753 und 1808 durch große Stadtbrände vernichtet, jedoch immer wieder im Geschmack der jeweiligen Zeit als Stadtkirche aufgebaut. Seit dem Bombenangriff vom 06. Februar 1945 fristete der Turmrest ein kümmerliches Dasein. Dass die Kirche nicht ganz in Vergessenheit geraten ist, ist nur dem Umstand zu danken, dass die Pläne zum völligen Abriss des Turmes in den 50iger Jahren scheiterten. Heute gilt der 1998/99 wieder aufgebaute Turm der St. Michaeliskirche als Höhepunkt im touristischen Angebot der Stadt Ohrdruf. Besonders bemerkenswert ist, dass der untere Teil des Turmes allen "Stürmen der Zeit" trotzen konnte und somit auch ein "Original" aus der "Bachzeit" darstellt.
Weitere Informationen unter:
www.ohrdruf.de
Marienglashöhle, Friedirchroda
Die einstige Gipslagerstätte wurde 1778 entdeckt und bis 1903 abgebaut. Heute ist sie als Schauhöhle begehbar. Im 110 Meter langen Eingangsstollen beginnt die Führung bei ganzjährig 8–10 °C. Geologische Fenster in den Stollenwänden gewähren faszinierende Einblicke in die Erdgeschichte. Auf der oberen Sohle führt der Weg vorbei an einem künstlichen Wasserfall und dem Erweiterungsstollen. Anschließend geht es auf der unteren Sohle weiter zur Kristallgrotte, einer der größten und eindrucksvollsten ihrer Art in Europa. Dort ragen Gipskristalle mit einer Länge von bis zu 90 Zentimetern aus dem Gestein. Der Höhlensee beeindruckt mit reizvollen Wasserspiegelungen. Im Geo-Info-Zentrum an der Marienglashöhle lassen sich zudem interessante Informationen zum UNESCO Global Geopark Inselsberg – Drei Gleichen entdecken.
Weitere Informationen unter:
www.marienglashoehle-friedrichroda.de
Saurier-Erlebnispfad GeoRoute 6, Tambach-Dietharz
Eine weltweit einzigartige Saurier-Fundstelle ist der Bromacker zwischen Tambach-Dietharz und Georgenthal. Seit neustem gehört sie zum UNESCO Global Geopark und ist einen Ausflug mehr als wert. Der Saurier-Erlebnispfad verläuft von Georgenthal und von Tambach-Dietharz bis zur Fundstätte am Bromacker nahe dem Lohmühlenmuseum. Der 4,5 km lange Abschnitt von Georgenthal zur Lohmühle nimmt Sie mit auf eine Zeitreise durch 100 Millionen Jahre Erdgeschichte. Von den Dinosauriern der frühen Jura- und der späten Trias-Zeit, zu den Flossenechsen des Muschelkalkmeeres und den Handtieren der Buntsandstein-Zeit führt der Pfad bis an die Ursaurier-Fundstätte des Unteren Perm am Bromacker.
Weitere Informationen unter:
www.tambach-dietharz.de