Naturpark-Tor Lauchröden - Gerstungen
Die Naturpark-Tore ergänzen die Wanderinfrastruktur im Naturpark Thüringer Wald und sind über das gesamte Naturparkgebiet verteilt. Sie markieren die Einstiegsorte in die typischen Landschaften des Naturparks und bieten Wandernden einen klar erkennbaren Startpunkt für ihre Touren. Mit ihrem einheitlichen Erscheinungsbild – bestehend aus einer Naturpark-Infohütte, einem Holzportal und häufig einer Trockentoilette – sind sie an ausgewählten Wanderparkplätzen entlang der Naturpark-Route Thüringer Wald zu finden. Von hier aus starten die Naturpark-Wege, die als gut ausgeschilderte und gepflegte Rundwanderwege den Charakter des Thüringer Waldes erlebbar machen.
Anreise
Öffentliche Verkehrsmittel
Mit Bahn und Bus erreichbar
Der nächste ICE-Bahnhof befindet sich in Eisenach. Von hier fahren die Buslinien 181 und 183 direkt nach Lauchröden.
Wochentags fährt die Stadtbuslinie 2 stündlich von Eisenach nach Lauchröden und zurück.
Anfahrt
Burgruine Brandenburg: Von der A4 Abfahrt 38 Herleshausen kommend auf L3251, nach rechts auf K17 über die Bahnlinie weiter auf Herleshäuser Straße. In Wartha nach rechts auf K505 über Göringen weiter nach Lauchröden.
Lauchröden und Herleshausen liegen am Werratal-Radweg.
Parken
Parkplätze stehen an der Kreisstraße 505 aus Eisenach kommend kurz vor Lauchröden nach der Zufahrt zur Brandenburg zur Verfügung.
Koordinaten
| DD | 50.995084, 10.166824 |
| GMS | 50°59'42.3"N 10°10'00.6"E |
| UTM | 32U 581883 5649926 |
| w3w | ///zeltplane.aufnahme.gewollt |
Naturpark-Wege
Die Naturpark-Wege laden dazu ein, den Naturpark Thüringer Wald auf abwechslungsreichen Wanderungen zu entdecken. Über das gesamte Naturparkgebiet verteilt, bieten sie passende Touren für Genießer, Familien und ambitionierte Wanderfreunde gleichermaßen. Die Wege führen durch beeindruckende Landschaften – über die Höhen des Thüringer Waldes, durch stille Täler und hinein in die reizvollen Vorländer des Thüringer Waldes und Thüringer Schiefergebirges. Unterwegs warten spannende Einblicke in die heimische Tier- und Pflanzenwelt, geologische Besonderheiten sowie in die Geschichte und Traditionen der Region. Auch altes Handwerk, historische Siedlungsformen und die enge Verbindung der Menschen zur Natur werden erlebbar. Startpunkte der Touren sind die Naturpark-Tore. Dank der gut sichtbaren Markierung (häufig mit der Arnika – der Symbolpflanze des Naturparks ) lassen sich die Wege leicht entdecken und sicher erkunden.
Naturpark-Weg Tour der Gegensätze
Länge: 7,3 km
Wanderzeit: ca. 3:00 Stunden
Anstieg: 209 m
Die Tour der Gegensätze startet am Naturpark-Tor Lauchröden am Besucherparkplatz der Burgruine Brandenburg. Die mittelschwere Tour führt auf gut 7 Kilometern vorbei an Zeugen des einstigen Grenzregimes und bietet eine vielfältige Flora und Fauna. Großartige Ausblicke in romantische Täler erwarten die Besucher. Die Tour der Gegensätze eignet sich für einen Vor- oder Nachmittagsausflug mit der Familie.
Die Tour macht ihrem Namen alle Ehre, die Gegensätzlichkeiten könnten kaum größer sein: einerseits die vielfältige Flora und Fauna und die damit verbundene Stille, andererseits - unweit entfernt - die Autobahn, die sich wie eine schwarze Schlange zischend und brummend durch die Landschaft zieht. Wo früher Sperranlagen standen und ein Schießbefehl galt, ist heute grenzenloses Wandern beliebt. Die zauberhafte Ruine Brandenburg, die Ruhe im Tal und der weite Blick vom Berg laden genauso dazu ein, wie die unübersehbare geschichtliche Relevanz durch die einstige deutsch-deutsche Teilung.
Höhepunkte der Tour sind neben der Ruine Brandenburg der Göringer Stein und das ehemalige Flusssperrwerk Werra (Blaues Wunder). Ein toller Aussichtspunkt am Weg war früher Standort eines Aufklärungsbunker Sowjetischer Streitkräfte, heute als Teehäuschen bekannt. Die Tour verläuft teils auf dem Werra-Burgensteig (X5) und dem Wartburgpfad (X9).
Interessante Orte (POI)

Werratalmuseum, Schloss Gerstungen
Das Werratalmuseum ist 1932 in den Räumen des alten Amtsschlosses entstanden. Der Lehrer Arno Volland hatte es sich zur Aufgabe gemacht, für seine Schüler Anschauungsmaterial zu sammeln. Er erforschte nicht nur die Ur- und Frühgeschichte, sondern sammelte auch bäuerliche Alltagsgegenstände. Heute lässt das Museum die Besucher in die Geschichte der Region eintauchen. Neben dem Lehnsbrief für die Brandenburg aus dem 18. Jahrhundert, unterzeichnet von Anna Amalia, wird unter anderem auch die neuere Geschichte umfangreich beleuchtet, wie zum Beispiel der Grenzbahnhof. Auf zwei Etagen veranschaulicht die Dauerausstellung regionale geschichtliche Themen genauso lebendig wie das Alltagsleben der früheren Bewohner.
Weitere Informationen unter:
www.werratalmuseum.de

Blaues Wunder, Göringen
Zu Füßen des Göringer Steines befindet sich das frühere Flusssperrwerk Göringen, heute wegen des blauen Anstrichs umgangssprachlich als das „Blaue Wunder“ bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine ehemalige Grenzsperranlage, die inzwischen als Fußgängerbrücke genutzt wird und die Werra an der Gemarkungsgrenze zwischen den thüringischen Orten Göringen und Wartha sowie dem hessischen Herleshausen überspannt. Im Zuge des Ausbaus der Grenzbefestigung ließ die DDR-Regierung ab 1980 an den Stellen, an denen die Werra die innerdeutsche Grenze überquerte, Sperrbauwerke errichten, so auch bei Göringen. Die Bauwerke wurden als wasserwirtschaftliche Anlagen deklariert und finanziert. In seiner heutigen Funktion bindet das Blaue Wunder den Ort Göringen an den in diesem Abschnitt nördlich der Werra verlaufenden Werratal-Radweg an.

Nationales Naturmonument Grünes Band Thüringen
Der Eiserne Vorhang teilte bis zum Jahr 1989 Europa auf einer Länge von über 12.500 Kilometern. Im Schatten dieser Grenze entwickelte sich ein monumentales Naturdenkmal - das Grüne Band Europa. Der Grenzstreifen wurde zum Refugium für seltene und gefährdete Pflanzen und Tiere. Die ehemalige innerdeutsche Grenze verbindet heute neun Bundesländer und wurde in Thüringen als Nationales Naturmonument ausgewiesen. Mit einer Länge von 763 Kilometern hat Thüringen den mit Abstand größten Anteil in Deutschland. Im Jahr 2018 hat die Stiftung Naturschutz die Trägerschaft für dieses Schutzgebiet übernommen und bietet seitdem Führungen an.
Weitere Informationen unter:
www.stiftung-naturschutz-thueringen.de

Schloss und Park Wilhelmsthal, Gerstungen
Acht Kilometer südlich von Eisenach liegen Schloss und Park Wilhelmsthal im Tal der Elte. Der Bach Elte wurde bereits Anfang des 18. Jahrhunderts zu einem See angestaut, der noch heute zentraler Bestandteil der Gartenanlage ist. Der heutige Landschaftspark aus dem späten 18. Jahrhundert wurde letztmalig nach Plänen von Fürst Hermann von Pückler-Muskau und Hermann Jäger umgestaltet und wird derzeit nach diesen Plänen umfassend wiederhergestellt.
Die ursprünglich barocke Schlossanlage wurde vor über 300 Jahren als Sommerresidenz für die Höfe von Eisenach und Weimar errichtet, im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut und ist derzeit nur von außen frei zugänglich. Die gesamte Anlage befindet sich in der Sicherung und schrittweisen Sanierung.
Weitere Informationen unter:
www.schloss-wilhelmsthal.de