Naturlehrpfad in Truckendorf verbindet Natur und Geschichte
Der rund drei Kilometer lange Rundweg entstand im Rahmen des Projekts „Natur trifft Geschichte“ und lädt dazu ein, die besondere Landschaft am Grünen Band auf abwechslungsreiche Weise kennenzulernen.
Dass sich ein Besuch bei jedem Wetter lohnt, zeigte bereits die Eröffnung: Trotz leichtem Nieselregen machten sich rund 40 Interessierte auf den Weg, um den neuen Pfad bei einer geführten Wanderung zu erkunden. Naturpark-Mitarbeiter Ralf Kirchner führte die Gruppe entlang der Strecke und stellte die neuen Stationen vor. Als besonderer Gast begleitete zudem Kai Frobel, Initiator des Grünen Bandes, die Wanderung.
Entlang des Weges warten zahlreiche spannende Entdeckungen. Neue Informationstafeln vermitteln Wissenswertes über den Biber, heimische Baumarten, das Naturschutzgebiet Görsdorfer Heide und den Berg „Grieß“. Wer die Natur nicht nur lesen, sondern aktiv erleben möchte, kann sich an interaktiven Stationen ausprobieren: Beim Tierweitsprung, Zapfenzielwurf oder am Waldxylophon wird Wissen mit Bewegung und Spaß verbunden. Eine hölzerne Biberfigur sorgt besonders bei jungen Besucherinnen und Besuchern für neugierige Blicke. Direkt am Bürgerhaus ist zudem ein weiterer Anziehungspunkt entstanden: Ein Trekkingplatz mit Erdkühlschrank bietet Wandernden und Naturfreunden eine Möglichkeit zum Rasten und Übernachten.
Das Projekt wurde zu 90 Prozent durch das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten gefördert. Der Naturpark Thüringer Wald stand bei den Einzelprojekten beratend zur Seite und unterstützte die Umsetzung mit seiner Naturpark-Meisterei. Einen wesentlichen Anteil am Gelingen des Projekts hatte jedoch die Schalkauer Ortswegewartin Manuela Vogt. Mit großem Engagement koordinierte sie die Maßnahmen vor Ort und sorgte für die Umsetzung von der Planung bis hin zur Fertigstellung. Weiterer Projektpartner war die Stiftung Naturschutz Thüringen.
Der Naturlehrpfad ist nur einer von mehreren Bausteinen des Projekts „Natur trifft Geschichte“. So wurde das ehemalige Trafohäuschen in Emstadt zu einem Informationspunkt umgestaltet, der die Geschichte der innerdeutschen Grenze und die Entwicklung des Grünen Bandes anschaulich vermittelt. In Roth entstand ein neuer Rastplatz mit einer Informationstafel zum Bleßbergblick-Panorama. Darüber hinaus wurde der Dialektweg zwischen Almerswind und Schalkau realisiert, der Besucherinnen und Besuchern die sprachlichen Besonderheiten der Region näherbringt.
Mit diesen Projekten werden Natur, Kulturgeschichte und regionale Identität auf lebendige Weise miteinander verbunden. Gleichzeitig sind neue Angebote entstanden, die Einheimischen und Gästen die Möglichkeit geben, das Grüne Band als einzigartigen Natur- und Erinnerungsraum zu entdecken.
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